Fachschule Heilerziehungspflege
Sie setzen sich gern für Menschen mit Handicaps ein und möchten mit der Ausbildung bei entsprechender Leistung die Fachhochschulreife erreichen.
Das Wichtigste in Kürze
- Dreijährige, vollzeitschulische Ausbildung. Sie untergliedert sich in den theoretischen Unterricht und die fachpraktische Ausbildung in einem unserer Kooperationsbetriebe. Pro Schulwoche erfolgt daher an drei Tagen Unterricht in der Schule und an zwei Tagen eine von der Schule begleitete Ausbildung in der Praxis. Wir kooperieren mit verschiedenen Einrichtungen der Behindertenhilfe, sodass die Schülerinnen und Schüler in den insgesamt nachzuweisenden 1.500 Stunden praktischer Ausbildung die wesentlichen Bereiche heilerziehungspflegerischer Tätigkeit kennenlernen.
- Der praktische Teil der Ausbildung findet regulär an zwei Wochentagen sowie vereinzelt in Form von Blockwochen in den kooperierenden Einrichtungen statt. Die praktische Ausbildung am Lernort Praxis wird von Lehrkräften der Fachschule begleitet. Während des Bildungsganges umfasst die praktische Ausbildung 1.500 Zeitstunden (aufgeteilt in 3 Praxismodule mit jeweils 500 Std. pro Ausbildungsjahr) und muss in mindestens zwei geeigneten heilerziehungspflegerischen Einrichtungen vorrangig in den Bereichen der Pflege, Bildung und Erziehung von Menschen mit Behinderungen abgeleistet werden.
- Die Ausbildung zur Heilerziehungspflege bereitet auf die Arbeit mit Menschen mit körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigungen vor.
- Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger begleiten Menschen im Alltag, fördern ihre Selbstständigkeit und unterstützen sie bei der Bildung und sozialer Teilhabe, Freizeit und Pflege.
- Für den Beruf sind vor allem Einfühlungsvermögen, Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit und eine positive Haltung im Umgang mit Menschen wichtig.
- Das Bildungsangebot eignet sich besonders für soziale und engagierte Personen, die einen abwechslungsreichen Beruf mit pädagogischen und pflegerischen Aufgaben suchen.
Zugangsvoraussetzungen
Sie besitzen die gesundheitliche Eignung und
- Abitur oder Fachhochschulreife
und ein mindestens 400-stündiges Praktikum im Arbeitsbereich Behindertenhilfe oder - Realschulabschluss
und eine einjährige Praxis im Berufsfeld (z. B. FSJ oder BFD) und ein Eignungsgespräch oder - Realschulabschluss
einjährige Berufsfachschule Hauswirtschaft und Pflege, Schwerpunkt Persönliche Assistenz oder - Realschulabschluss
mindestens zweijährige Berufsausbildung mit erfolgreich absolviertem Berufsschulabschluss oder - Hauptschulabschluss
mindestens zweijährige Berufsausbildung mit erfolgreich absolviertem Berufsschulabschluss und ausgewiesenem Realschulabschluss
Ziel des Bildungsganges/Ausbildungsziel
„Wer sich für die Heilerziehungspflege entscheidet, wählt einen verantwortungsvollen Beruf, in dem Empathie, Teamarbeit und die Förderung von Selbstständigkeit im Mittelpunkt stehen.“
- Abschluss “Staatlich anerkannte/r Heilerziehungspfleger/-in” (Bachelor Professional in -Sozialwesen-)
- Fachhochschulreife
- Hochschulzugangsberechtigung zu allen Studiengängen an niedersächs. Universitäten (nach NHG)
Anmeldeschluss:
Schriftliche Bewerbungen zur Aufnahme in die Fachschule Heilerziehungspflege sind fortlaufend bis zum 28. Februar des Kalenderjahres an die Georgsanstalt - BBS II Uelzen zu richten.
Später eingehende Bewerbungen können nur im Rahmen noch freier Schulplätze berücksichtigt werden. Die Auswahl der Bewerberinnen bzw. Bewerber erfolgt gemäß den Bestimmungen des Niedersächsischen Schulgesetzes.
Kosten
Die Ausbildung ist kostenfrei, ein Schulgeld wird nicht erhoben. Es fallen Kosten an für:
- Schulbücher, Fachbücher
- Fotokopien
- und Unterrichtsmaterialien
- Exkursionen
- gesonderte Fortbildungen/ Zertifikate
Durch die Anerkennung als förderfähige Bildungseinrichtung für den Ausbildungsgang Heilerziehungspflege kann jede/r Schüler/in eine Förderung im Rahmen des sogenannten Aufstiegs-Bafög (AFBG) bei der N-Bank beantragen. Diese Förderung besteht aus einem monatlichen Unterhaltsbeitrag als Vollzuschuss (elternunabhängig/keine Rückzahlung) über die gesamte Ausbildungsdauer von 3 Jahren.
Wie kann es weitergehen?
- berufliche Laufbahn in der Heilerziehungspflege bis hin zur Gruppen- und Einrichtungsleitung
- Berufsperspektiven in der Heilerziehungspflege
- Aufstiegsqualifizierung zur/m Staatlich anerkannten Heilpädagogin/Heilpädagogen
- Studium (z. B. Sonderpädagogik an der Uni Hannover, mit Anrechnung von bis zu 90 CP auf das Studium) oder Heilpädagogik
- Weiterbildung als Heilerziehungspfleger/in für Psychiatrie
Weiterführende Links
- Film “Heilerziehungspflege”
- Hep-man, der Film
- Informationen zum Aufstiegs-BAFöG
- Praxisadressen Fachschule Heilerziehungspflege