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Im November des vergangen Jahres nahmen bereits einige Pädagogen des Landkreises an der Fortbildung „Null Bock auf Schule“ in Hannover teil. Inspiriert durch diese Veranstaltung fand bereits einen Monat später der erste Runde Tisch zum Thema „Schulabsentismus“ in der Woltersburger Mühle statt. Daraus ergab sich weiterer Handlungsbedarf bezüglich des Netzwerkausbaus zum Austausch über Handlungsperspektiven und Neuigkeiten um der Problematik Schulabsentismus wirksam zu begegnen. Zeitnah begann die Planung und Organisation für einen 2. Runden Tisch der einen erweiterten Adressatenkreis ansprechen sollte. Es konnten Referenten gewonnen werden, die über Erfahrungen aus ihrem Arbeitsalltag in Schule und Jugendhilfe berichteten und so dem runden Tisch inhaltliche Kontur verliehen.
Frau
Due und Frau Reinert richteten zunächst einige begrüßende Worte an die interessierten Zuhörer und stellten den Ablauf sowie die Vorgeschichte des runden Tisches dar. Nach dieser kurzen Einleitung wurde das Wort an Frau Bahn, Schulpsychologische Dezernentin der Landesschulbehörde Lüneburg, übergeben.
Ihr Ein
gangsreferat mit dem Thema „Schulabsentismus – Ein Problem mit vielen Facetten“ bildete die Grundlage für den weiteren Austausch. In anschaulicher Weise präsentierte sie Informationen zum Begriff „Schulabsentismus“, Erscheinungsformen, Erklärungsansätze, Einflussfaktoren sowie sinnvolle Orientierungsaspekte für Schulen zur Begegnung der Problematik.
Im Ansc
hluss folgten zwei Präsentationen von Handlungsabläufen zum Umgang mit Schulabsentismus an Schulen im Landkreis Uelzen. Als Erste der zwei Referenten stellte Frau Pape, Kommissarische Schulleiterin der Oberschule Uelzen, ihr Konzept vor. Danach folgte die Darstellung von Herrn Dr. Wübbenhorst, Koordinator am Lessinggymnasium Uelzen. Nachfolgend nutzte Frau Strasburger die Gelegenheit sich als neue Leiterin des Bildungsbüros vorzustellen. Im Anschluss präsentierte Frau von Hörsten, Sachbearbeiterin für Ordnungswidrigkeiten beim Schul- und Kulturamt des Landkreises Uelzen, den rechtlichen Ablauf eines Ordnungswidrigkeits-Verfahrens. Es entwickelte sich eine kontroverse Diskussion über die Höhe des zu entrichtenden Bußgeldes.
Als abschließende Referenten wurden Frau Jödicke und Herr Reiche vom Jugendamt Uelzen gebeten, einen Einblick in ihren Arbeitsbereich zu geben. Sie stellten die Nachrangigkeit der Jugendhilfe bei Schulabsentismus heraus und verwiesen auf die Folgen für die betroffenen Familien im Falle von Schulverweisen beziehungsweise Schulverboten.
In der folgenden Diskussion wurden Wünsche für den 3. Runden Tisch formuliert. Hierbei war vor allem zu erkennen, dass auch eine Zusammenarbeit mit der Ärztekammer angestrebt ist. Der Runde Tisch soll nun zweimal im Schuljahr stattfinden, der nächste Termin ist für den September geplant.
Mit diesem erfolgreichen Tag konnte die Georgsanstalt ihrem Anspruch gerecht werden, als ein Motor für die Bildungslandschaft der Region Uelzen zu gelten. Dem Leitbild der Georgsanstalt entsprechend kann man den Runden Tisch als Wandel in der Zusammenarbeit mit anderen Schulen und Jugendhilfe betrachten, welches zu einer Tradition entwickelt werden soll.


