Altenpflege - Rückenschule für den Beruf Drucken E-Mail
„Kann man den Beruf der Altenpflegerin, des Altenpflegers überhaupt über Jahrzehnte ausüben? Viele von uns leiden heute schon unter Rückenschmerzen und Beinbeschwerden“ fragt Pflegerin A. im Internetforum Altenpflege.de. Altenpflegeschülerin Iris Jabs, (23)im ersten von drei Ausbildungsjahren an der Georgsanstalt BBS II weiß, dass diese Rufe keine Einzelfälle sind. Sie weiß aber auch, dass Klagen keine Lösung ist. Ihre Klasse ergriff zusammen mit Lehrerin Karin Krause die Initiative und organisierte eine Fortbildung in Sachen rückengerechtes Arbeiten in der Pflege in Kooperation mit der AOK Uelzen. Wenn man seinen Beruf liebt und darin lange arbeiten will kommt es darauf an, schon frühzeitig die Eigenkompetenz der Altenpflegekräfte in Sachen Gesundheit, Rückenbeschwerden und Schmerzen zu erhöhen. Das bedeutet: Was kann ich tun, damit Schmerzen gar nicht erst entstehen und was kann ich tun, wenn ich schon Probleme habe?
Physiotherapeutin Anne Schrader übte mit den Altenpflegeschülerinnen und Schülern wie man pflegebedürftige Menschen leicht und sicher bewegt, im Fachjargon „Transfer“. Sie gab Tipps für die eigene Haltung, die rückengerechte Bewegung und empfahl neben Übungen auch Sport zum Ausgleich und Muskelaufbau.

„Der Tag mit der Klasse hat mir viel Spaß gemacht! Ich habe Menschen kennen gelernt, die Freude an einem schwierigen Beruf entwickeln und eigene Ideale verwirklichen.“ so das Fazit der Physiotherapeutin Anne Schrader.
Auch wenn es in der Alltagsroutine manchmal schwer falle sei es wichtig, das Ideal einer ganzheitlichen Pflege im Interesse der Menschen im Auge zu behalten. Nur wer diese Ideal e nicht vergesse, könne sich sicher sein, dass ihm der Beruf auch lange Freude machen wird.
„Ich werde in Zukunft viel bewusster mit den Patienten umgehen, rückenschonendes Arbeiten bedeutet Entlastung für Pflegekräfte und mehr Qualität in der Pflegearbeit“ sagt die zukünftige Altenpflegerin Iris und findet einhellige Zustimmung ´bei den Kursteilnehmerinnen. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der AOK in Sachen Gesundheitsförderung soll deshalb auch in den nächsten Kursen fortgesetzt werden.

 

 
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