Sieben Wochen in Andalusien Drucken E-Mail

Auf nach Andalusien!
Wieder einmal ist es uns gelungen unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Kultusministeriums am Leonardoprojekt „Andalusien“ teilzunehmen.


Vorbereitung an der Sprachschule vor Ort
Haupteingang der Reithalle Jennifer, Ilona und Eva aus dem schulischen BGJ-Agrar reisen für sieben Wochen nach Andalusien um ein Praktikum zu absolvieren. Die erste Station führt sie zunächst für zwei Wochen nach Sevilla zur internationalen Sprachschule „Clic“. Grundwissen in der Landessprache sind Pflicht, denn im Süden Spaniens wird es auch mit dem Schulenglisch weniger.Sie wohnen in Gastfamilien und besuchen jeden Vormittag den Unterricht. Nachmittags finden Themenprojekte statt, z.B. Kochen auf spanisch, oder eine Stadtführung in der Landessprache.

Arbeit in der spanischen Hofreitschule
In der königlichen Reithalle Nach zwei Wochen geht es nach Jerez. Jennifer und Ilona absolvieren ein Praktikum in der Real Escuela Andaluza Del Arte Ecuestre, der spanischen Hofreitschule. Morgens um 7.00 Uhr beginnt der Dienst. Ihnen sind je drei Hengste zugeteilt, die sie zu hegen und zu pflegen haben. Jeden Tag die Tiere putzen, shampoonieren bis sie weiß glänzen  und dann zum Training vorbereiten. Anschließend mit Schwamm und Wasser die Boxen waschen, die Stallgassen abspritzen.
Um 10.00 Uhr kommen die ersten Busse mit Besuchern aus aller Herren Länder. Die Reitschule öffnet ihre Tore und Hostessen, aller Sprachen der Welt mächtig, führen die Besucher durch Ställe, Reitanlagen und Gärten des großzügigen Anwesens.

Hohe Schule und zoologischer Garten
Jennifer und Ilona erhalten täglich Reitunterricht von den besten Dressurreitern Europas. Jeden Tag zwei Stunden Einzelunterricht, ab der zweiten Woche kommt Kutschenunterricht dazu.
Zwei bis dreimal pro Woche findet die Show statt. Die besten Hengste und die besten Reiter beweisen ihr Können vor 1500 Zuschauern. Danach wird es etwas ruhiger für die BGJ-Schülerinnen, Lederpflege ist angesagt. Alle helfen mit, die aufwendigen Geschirre wieder in einen einwandfreien Zustand zu versetzen.

Eva hat es etwas ruhiger getroffen. Sie arbeitet als angehende Gärtnerin im Zoobotanico in Jerez, im zoologischen Garten. Sie pflegt die tropischen Gehölze, schneidet die Hecken und hilft bei der Stecklingsvermehrung. Sie hat Glück, einige der Mitarbeiter sprechen fließend Englisch.


Viele Eindrücke aus dem spanischen Süden
Nachmittags treffen sich die drei Praktikantinnen in ihrer gemeinsamen Wohnung und halten eine kurze Siesta. Danach müssen sie für ihre Verpflegung sorgen, Einkäufe tätigen, Wäsche pflegen und kochen. Jeden Tag in die Tapas-Bar liegt bei dem engen Budget nicht drin.
 Es bleibt dann noch Zeit das andalusische Leben in der maurischen Innenstadt von Jerez zu genießen. Leider gehen auch sieben Wochen Praktikum bei 27°C und lauen Flamenconächten vorbei und der aprilkühle Norden Deutschlands winkt bereits aus der Ferne.


Joachim Meyer 

 

 
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