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Was verbindet eigentlich die Unesco mit der Elbe?
Diese Frage galt es zu verfolgen, als die Einjährige Fachschule Agrarwirtschaft der Georgsanstalt die Klasse 5c des Lessinggymnasiums eingeladen hatte um am Freitag, den 16. Juni ein gemeinsames Unterrichtsprojekt durchzuführen.
Dr. Rüdiger Klein, Lehrer an der Lessinggymnasium und Joachim Meyer, Lehrer an der Georgsanstalt, ließen damit eine schon fast alte Tradition gemeinsamer Projekte beider Schulen wieder zum Leben erwachen.
Erdkundeunterricht trifft Betriebsleiterausbildung
Die angehenden Betriebsleiter aus Ebstorf sowie die erheblich jüngeren 5-Klässler aus Uelzen bereiteten sich auf das Thema „Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue“ im Unterricht vor und gingen gemeinsam vor Ort in Meetschow am Laascher See auf dem Milchviehbetrieb des Fachschülers Hartwig Meyer auf Erkundung.
Die Schüler und Schülerinnen des Lessinggymnasiums behandelten im Fach Erdkunde die Entstehung und Entwicklung der Elbe, ihrer Auenlandschaften und die Möglichkeiten für die Landwirtschaft und den Tourismus dieses von der Unesco geschützten Weltkulturerbes zu nutzen.
In eindrucksvollen selbst entworfenen Modellen ließen die lebhaften Mädchen und Jungen den erstaunten Betrachtern eine Zeitreise von der letzten Eiszeit bis in die Gegenwart miterleben.
In der zweiten Phasen nahmen nun die angehenden Betriebsleiter ihre jungen Gäste an die Hand und schilderten ihnen auf einem vorbereiteten Informationspfad in kleinen Gruppen die Bemühungen der ansässigen Landwirte, im Einklang mit dem Biosphärenreservatsgesetz die Möglichkeiten und Grenzen ein angemessenes landwirtschaftliches Familieneinkommen zu erwirtschaften.
Bonitur der Pflanzengesellschaften
So konnten die Lessingschüler mit wenigen Hilfsmitteln eine Bonitur der Pflanzengesellschaften auf den extensiv zu führenden Auenwiesen durchführen und anhand bereitgestellter Hilfsmittel den Futterwert dieser Pflanzen beurteilen.
Im Milchviehstall wurden ihnen anschaulich der Verdauungsgang im Wiederkäuer und die Ansprüche einer Hochleistungsmilchkuh verdeutlicht.
Außerdem konnten sie selbst rechnerisch ermitteln, welchen finanziellen Ausgleich ein Landwirt erhält, wenn er auf bestimmte Kulturmaßnahmen auf seinem Grünland verzichtet und was er aufwenden muss, um einen Ersatz für die fehlende Futtergrundlage zu beschaffen.
Landwirt als Landschaftspfleger und Dienstleister
Das neue Bild eines Landwirts als Dienstleister an der Natur wird deutlich.
Anhand des Modells einer Biogasanlage diskutierten die unterschiedlichen Schülergruppen auch alternative Möglichkeiten der Flächennutzung vor und hinter dem Deich. Oder? Wie lukrativ ist eigentlich der Anbau von Weichhölzern?

Am Ende des Vormittags blieben viele Fragen offen, die in den nächsten Wochen den Unterricht in beiden Klassen bestimmen werden.
Trotz einiger Erschöpfungserscheinungen sind sich alle Beteiligten einig: Die Exkursion hat sich gelohnt!
Text: Joachim Meyer
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