Am Servicepoint im Entreé gibt es am Freitag dem 11.02.11 Softdrinks statt ein Gläschen Prosecco. Trotzdem ist die Stimmung sehr gut bei diesem Event und das liegt auch an der guten Verpflegung, die von der Einjährigen Berufsfachschule Hauswirtschaft (1 BFH1) zubereitet wurde; Kuchen und Suppe statt „happy meal“. Den angehenden Gärtnerinnen und Gärtnern fällt der Umgang mit dem sogenannten „Denglish“ oder „Neudeutsch“ merklich leichter als den Wettkampfrichtern an einer der 10 Stationen, an denen neben Kreativität und Fachwissen auch eine Portion Allgemeinbildung und Sprachkenntnisse im Kundengespräch gefragt sind.
„Grüne Berufe sind voller Leben, wir lassen`s wachsen“ ; das ist der Leitsatz dieses Berufswettbewerbes, der von der Arbeitsgemeinschaft deutscher Junggärtner und dem Gartenbauverband konzipiert wurde. Dass die Gärtner/innnen es in vielfältiger Weise wachsen lassen, spiegelt sich auch in den verschiedenen Fachrichtungen der gärtnerischen Ausbildung wieder. Diesem tragen die Auszubildenden am heutigen Tag damit Rechnung, dass sie sich in Teams aus den verschiedenen Fachrichtungen des Gartenbaus mischen.
Als besonders schwierig erweist sich das Schätzen von Maßen und Gewichten. „Wieviele Kartoffeln passen in einen Blumenkasten? Wie Schwer ist der dann?“ „Wie lang ist der Kokosstrick für eine Baumbindung?“ Auf diese Fragen gilt es in einer vorgegebenen Zeit passende Antworten zu finden, außerdem soll die Höhe einer Birke auf dem Schulglände geschätzt werden.
„Ein echtes Kunstwerk“ kommentiert Daniel Lüdtke (Lüchow) schmunzelnd das gerade fertig gestellte Bild seines Teams, zu dem sich die 3 Junggärtner Farben selber angemischt haben. Als Vorlage dient ihnen eine Primel in einem Schmuckbehälter.
Dass die Rose eine Pflanze der Liebe ist, wissen an Station 7 die meissten, aber dass die heimische Heide auch Glück symbolisiert, ist weniger bekannt.
Bei der Durchführung des Berufswettbewerbes werden die Lehrkräfte der BBS II wieder einmal sehr gut von den ausbildenden Betrieben der Region und von Ulrich Eichenberg als Mitarbeiter der Landwirtschaftskammer unterstützt. Die gute Verzahnung der betrieblichen und der schulischen Berufsausbildung im Gartenbau am Standort Uelzen wird hier deutlich.
Michael Seuthe (Gartenbau Seuthe, Wintermoor) zeigt sich begeistert von der Vielseitigkeit der Aufgaben. Aus seiner Hand erhalten die Siegerteams ihre Urkunden und Sachpreise.
In der Wettkampfgruppe A (1. und 2. Ausbildungsjahr) sind dies:
Renè Gräper (Celle; Fa. Sucker, Celle), Jörg Hildebrandt (Celle; Fa. Lochte, Celle) und Dominik Sievers (Munster; Fa. Pottharst, Soltau).
In der Wettkampfgruppe B (3. Ausbildungsjahr):
Jasmin Brandt (Langeln; Gärtnerei Peters, Winsen/L.), Zofia Dobierska (Lüneburg; Fa. Wrede, Lüneburg) und Sarah Kerwath (Lüneburg; HandelsSpeicher und Gärtnerhof Bienenbüttel).
Die Siegerteams haben sich gleichzeitig für die Teilnahme am Landesentscheid qualifiziert. Hier haben sie dann die Chance, Fahrkarten für den Bundesentscheid auf der Bundesgartenschau in Koblenz zu lösen.
Dazu drücken ihnen die Gärtnerinnen und Gärtner im nordöstlichen Niedersachsen ihre grünen Daumen.
Von Werner Behrens