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Nachdem eine Projektgruppe im Auftrag der Schulleitung das Raster für die Erstellung eines schulinternen Curriculums erarbeitet hatte, fanden im Frühjahr und Herbst 2011 schulinterne Lehrerfortbildungen statt, um dieses Raster mit Inhalten zu füllen. Die neuen Lehrpläne sind nicht mehr wie ehemals fachsystematisch aufgebaut sondern orientieren sich an den Kompetenzen, die die Schülerinnen und Schüler erreichen sollen. Das macht eine Abstimmung zwischen den Fachgebieten und unterrichtenden Lehrkräften absolut unverzichtbar.
Langfristig verfolgt die Georgsanstalt mit der Erstellung des schulinternen Curriculums folgende Ziele:
- Schaffung einer gemeinsamen Arbeitsgrundlage für die Kolleginnen
- Verbesserung der Qualität des Unterrichts
- Erhöhung der Verlässlichkeit der Anforderungen
- Transparenz der Leistungsanforderungen für Schüler und außerschulische Partner
- Anpassung der Vorgaben der Rahmenlehrpläne an die Besonderheiten der Schule
- Durchsetzung der Handlungsorientierung des Unterrichts in allen Fachbereichen auf der Basis von Lernsituationen
Die Verantwortung für die Verwirklichung der Ziele haben die jeweiligen Bildungsgangsgruppen (Teams) in den einzelnen Abteilungen. Regelmäßige Treffen auf der Teamebene sichert die Ergebnisse der Arbeit der Fortbildungen und die Weiterentwicklung der gemeinsamen Unterrichtsinhalte.
Qualitätsentwicklung seit 1997 Die Georgsanstalt BBS II des Landkreises Uelzen kann als Pionier auf dem Gebiet der systematischen Qualitätssicherung gelten. 1997 begann alles mit einer Zukunftswerkstatt im Bevenser GSI (Gustav-Stresemann Institut). Dort wurden unter Anleitung der damaligen Schulpsychologin Caritas Neuschäfer die Stärken und Schwächen der Schule analysiert und beschlossen, gezielt an der Verbesserung der Zusammenarbeit im Kollegium, der Effektivität von Konferenzen und Besprechungen und vor allem der Unterrichtsinhalte und Unterrichtsmethoden zu arbeiten. Die Gruppe „Georgsanstalt 2005“ nahm ihre Arbeit auf und gemeinsam mit dem Kollegium beschloss man, sich am Pilotprozess Qualitätsverbesserung nach dem EFQM-Modell zusammen mit anderen zehn niedersächsischen Schulen zu beteiligen. Die Qualitätssicherung nach dem Modell EFQM European Federation of Quality Management wurde ursprünglich für die Qualitätsverbesserung in Unternehmen entwickelt. In Deutschland war es vor allem Karl-Heinz Kotter, der dieses System auf Schulen übertrug. Das System beginnt mit einer Selbstbewertung der Organisation bei der Stärken und Verbesserungsbereiche identifiziert werden. Für Bereiche, in denen es etwas zu verbessern gilt, werden gezielte Maßnahmen beschlossen. Diese werden dann priorisiert, das heißt, die Maßnahmen, die als die wichtigsten von allen Beteiligten genannt werden, werden zuerst umgesetzt. Für jede Maßnahme gibt es einen Verantwortlichen und ein Datum zu Umsetzung. Nach einem vorher festgelegten Zeitraum wird überprüft, ob die Maßnahme umgesetzt wurde, bzw. was dazu geführt hat, dass es Schwierigkeiten bei der Umsetzung gab.
Im Jahr 2003 war der erste Selbstbewertungsprozess abgeschlossen und man traf sich zum Beschluss der Maßnahmen wiederum im GSI diesmal unter der Leitung des EFQM-Entwicklers Kotter. Über 100 Maßnahmen wurden beschlossen, davon 40 sofort umzusetzen, im Jargon der Qualitätssicherung „low hanging fruit“. Die Steuergruppe der Schule organisierte und begleitete den Prozess der Umsetzung der Verbesserungsmaßnahmen an der Schule. Im Laufe der nächsten zwei Jahre stellte sich heraus, dass man sich zuviel vorgenommen hatte. Viele der sofort umzusetzenden Maßnahmen waren gar nicht so schnell zu verwirklichen, das Tagesgeschäft Unterricht, Benotung, Besprechungen und Korrekturen geht selbstverständlich vor und für einen hauptamtlichen Qualitätsmanager wie in Unternehmen gibt es in der Schule keinen Platz. Beim zweiten Konsenstreffen im Jahr 2005 war die Bilanz also gemischt. Positiv war zu vermerken, dass das Kollegium sich gemeinsam auf den Weg der Qualitätssicherung gemacht hat und sich auf diesem Weg auch näher gekommen ist. Auf den ersten Blick enttäuschend war, dass die Schule, was die Umsetzung vieler Maßnahmen anging weiter einer Baustelle glich. Deshalb begann die Schule die Kriteriengruppen des reinen EFQM-Modells (Führung, Politik und Strategie, Mitarbeiter, Ressourcen und Prozesse und Ergebnisse) mit Hilfe der Prozessbegleiter auf die Verhältnisse in der Schule umzuformulieren. Die Kollegen konnten sich nach Wunsch einer Kriteriengruppe zuordnen.
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