Viele von uns reagieren unsicher oder ängstlich, wenn sie mit dem nahen Tod eines Bewohners konfrontiert werden. Das Ziel dieses Seminars war es, genau diese Ängste zu formulieren, die eigenen Gefühle zu benennen und Fragen auszusprechen, um Hilfe zu erhalten für den Umgang mit Sterbenden.
Herr Uzar, der Leiter des Seminars, machte uns Schülern deutlich, dass jeder Mensch sich seinem Tod auf eine ganz eigene Art nähert und der Tod so einzigartig ist, wie jeder Mensch einzigartig ist.
Fragen wie: Was geschieht im Sterben? Wie kann ich helfen? Was mache ich im Moment des Sterbens? Wie unterstütze ich Angehörige bei der Betreuung Sterbender? wurden einfühlsam beantwortet. Ein Seminar voller Emotionen und dazu eine ungestörte, friedvolle Umgebung, die viele Möglichkeiten des Rückzugs und des Gedankenaustausches mit unseren Lehrerinnen Karin Gutmann und Cornelia Montag sowie unter den Mitschülern ermöglichte.
Die tolle Verpflegung und Unterkunft sorgten dafür, dass sich alle wirklich wohl fühlten. Oft wurde bis spät in die Nacht weiter geredet und diskutiert.
Dieses gelungene Seminar können wir allen nachfolgenden Klassen ans Herz legen. Wir haben nicht nur Einblicke und Hilfe für die Begleitung in der Zeit des Sterbens erhalten, sondern es ging vor allem um die eigene Wahrnehmung der Bedürfnisse Sterbender und die Erkenntnis, wie wir ein Wegbegleiter sein können in der letzten Lebensphase eines Menschen.
Auch der Besuch des Bestattungshauses Steinhauer/Berger in Lüneburg sowie des Hospizes in Bardowick werden unvergesslich für uns bleiben. Die vielen Eindrücke und wertvollen fachlichen Informationen werden uns bei der Betreuung Sterbender und der Begleitung Angehöriger in Zukunft sehr helfen.
„Was wir von dem Leben wissen,
hilft uns nicht den Tod begreifen,
der für uns ein unerforschliches Geheimnis bleibt.“ Justus von Liebig (1803-1873)
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